Meine erste Modelleisenbahn „Bahnhof Minihausen“

In diesem Beitrag möchte ich meine erste HO-Modelleisenbahnanlage mit dem Bahnhof „Minihausen“ vorstellen: Diese Modellbahnanlage bekamen meine Schwester und ich als Kinder zu Weihnachten von meinem Vater geschenkt. Anfänglich gab es nur den Bahnhof, der in drei Segmente aufgeteilt war, aber mit der Möglichkeit, von zwei andockbaren Rampen im Kreis über frei verlegte Gleise auf dem Fußboden fahren zu können. Dies machte uns als Kinder sehr viel Spaß, der Spieleffekt war riesig und ließ uns nicht mehr so schnell von der Modellbahn los. Besonders das Stellen der Weichen und Signale durch Handstellhebel mittels Gestänge fanden wir damals sehr spannend. Von Beginn an wurden die Lokomotiven mit einer digitalen Mehrzugsteuerung, aus einer Roco-Startpackung (Lokmaus1, später Lokmaus2) stammend, gefahren. Waren zwei oder mehr Lokführer unterwegs, so mussten vorab Absprachen erfolgen, um Unfälle im Fahrbetrieb zu verhindern, denn weitere Sicherungsmaßnahmen gab es (noch) nicht. Dies förderte seinerzeit die Kommunikation zwischen den Lokführern untereinander und bereitete den Teilnehmern viel Spaß und verlangte so manche Diskussion darüber, wer nun als erster mit „seinem Zug“ losfahren durfte!

Im Laufe der Jahre wurden die bestehenden Segmente Stück für Stück erweitert und verfeinert. Wir hatten damit begonnen, auf der einen Seite der Anlage eine Gleiswendel mit einem weiterführenden Schattenbahnhof (der unter dem Bahnhof „Minihausen“ entlang führte) zu bauen. Anschließend reichte der kleine einständige Lokschuppen nicht mehr aus und wurde durch einen Anbau mit einem zweiständigen Lokschuppen ersetzt. Die Technik wurde modernisiert: Weichen bekamen elektromagnetische Antriebe, beide Lokschuppentore konnten mit Hilfe von Antrieben bewegt werden und die Straßen- und Häuserbeleuchtung der Modellbahnanlage wurde modifiziert. Später kamen auch noch Formsignale zum Einsatz. Abschließend kamen eine zweite Gleiswendel und zwei gerade Strecken-Segmente (mit Eisenträgerbrücke über einen kleinen Fluss mit Wald und Rapsfelder) dazu, um platzmäßig das Modellbahnzimmer richtig auszunutzen. Von nun an waren durchgängige Fahrten mit den Zügen durch die ganze Anlage möglich und durch den vorhandenen Schattenbahnhof konnten nach Belieben unterschiedliche Zuggarnituren zum Einsatz kommen! Nach der Vollendung des letzten Gleiswendel-Segments wurde die Anlage von unserem Vater konsequent und komplett mit dem „rautenhaus digital“ System ausgerüstet. Mit dem TrainController als Steuerungsprogramm konnte abschließend ein Automatikbetrieb auf der Modellbahnanlage ermöglicht werden.

Als absolutes „Highlight“ freuten wir uns darüber sehr, dass im Jahre 2012 der NDR einen Filmbericht über unsere Modellbahnanlage „Minihausen“ anfertigte und diesen Filmbericht inzwischen mehrfach sendete.

Leider können wir aus urheberrechtlichen Gründen diesen Film nicht auf der Internetseite zur Verfügung stellen.

Zur Erinnerung: Unser Vater, Matthias Scheller, sowie Thomas Wellendorf und Gerd Schwarz, Modellbahnfreunde aus Greifswald, waren bei den Filmarbeiten dabei und konnten auch in Interviews im Filmbericht Stellung zu den Fragen und Erfahrungen rund um das Thema Modellbahn nehmen.

Hier nun Bilder der Modellbahnanlage:

Das könnte dich auch interessieren …