HO-Testanlage

Da der Platz für eine Modellbahnanlage bei mir zu Hause leider begrenzt ist und ich mich zu Beginn erst einmal in das „rautenhaus digital“ System in Verbindung mit dem TrainController einarbeiten wollte, entstand die Idee zum Bau einer HO-Testanlage. Die Testanlage soll grundsätzlich zum Testen und Ausprobieren der verbauten „rautenhaus digital“ Komponenten im Zusammenspiel mit meinen Lokomotiven (mit DCC, SX1 und SX2 Lokdecodern verschiedener Hersteller) dienen. Bewusst wurde auf die Gestaltung von Landschaft verzichtet. Bei meiner HO-Testanlage steht die Technik im Vordergrund!

Hier ist die Testanlage im Automatikbetrieb mit dem TrainController zu sehen

Nach mehrmaligen Überlegungen habe ich mich für folgenden Gleisplan entschieden: Ein Oval mit zwei Stumpfgleisen, einer doppelgleisigen Ausfahrt und einem separaten Programmiergleis. Die HO-Testanlage hat eine Größe von ca. 180 cm x 100 cm und passt somit beispielweise hervorragend unter ein Bett. Der Rahmen wurde aus Leimholz in Spantenbauweise angefertigt, damit die Testanlage in ihrer Größe aus Gewichtsgründen jederzeit transportabel bleibt.

Das verwendete Gleismaterial Roco GeoLine Gleis wurde verbaut, da ich dieses bereits vor Baubeginn besaß und somit mein Budget schonte. Die Gleise wurden mittels kleiner Schrauben auf der Anlagenplatte befestigt. Auf eine Geräuschdämmung wurde hier bewusst verzichtet.

Die „rautenhaus digital“ Komponenten RMX7950USB (Multiprotokoll-Zentraleinheit), SLX808N (8-fach Funktionsdecoder) zum Schalten von Weichen, SLX818N (8-fach Besetztmelder) und  SLX813N (Lichtsignaldecoder) wurden auf der Anlagenplatte montiert. Die elektromagnetischen Weichenantriebe wurden an den SLX808N (Funktionsdecoder) angeschlossen und der Funktionsdecoder in diesem Fall auf „Impulsausgang“ programmiert, da der SLX808N auch weitere Möglichkeiten bietet. Die Gleisgeometrie wurde zusätzlich in Gleisabschnitte aufgeteilt und diese jeweils an einen Anschluss eines SLX818N (Besetztmelder) angeschlossen. Auf die Besetztzustände in den einzelnen Gleisabschnitten wird dann der TrainController im Automatikbetrieb entsprechend reagieren.

Die Erbert-Lichtsignale wurden an den SLX813N (Lichtsignaldecoder) angeschlossen. Werden die Signalbilder geschaltet, so ist dem Vorbild entsprechend eine Dunkeltastung erkennbar. Weitere Lichteffekte, zum Beispiel Blinklichtschaltung (Andreaskreuze am Bahnübergang), wurden realisiert.

Nach dem Anlagenbau geht es nun an die Arbeit mit dem TrainController: Gleisbild zeichnen, Adressen der Weichen, Belegtmelder und der Signale in das Steuerungsprogramm eingeben, anschließend im „Fahrdienstleiter“ des Programms einen Blockplan zeichnen, entsprechend die Blöcke im Gleisbild zuordnen, dann Fahrstraßen und Zugfahrten anlegen und viele „Spielereien“ mehr… Wem das Ganze zu kompliziert erscheint kann auch die „Auto-Train“ Funktion im TrainController nutzen! Doch wer als Modellbahner die Abläufe und Bedingungen im Steuerungsprogramm besser verstehen und nachvollziehen möchte, der nimmt sich mehr Zeit und arbeitet sich in das Steuerungsprogramm ein.
Tipp: Hilfe zu verschiedenen Themen gibt es im Freiwald-Forum.

Abschließend kann ich sagen, dass sich der Bau dieser kleinen Anlage sehr gelohnt hat. Ich konnte mich hervorragend in das „rautenhaus digital“ System einarbeiten und mich mit der Digitaltechnik vertraut machen. Im Zusammenspiel mit dem TrainController kann man fast alles an dieser Anlage ausprobieren!

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