Ein Rietze Standmodell „FlixBus“ wird zum Car-System

Hier geht es um einen FlixBus der Firma Rietze Auto-Modelle (Standmodell) der mit Hilfe des Faller Car System Chassis-Kit zu einem selbst fahrenden Car-System umgebaut werden soll.

Hier sehen wir zum einen den FlixBus von Rietze und die Verpackung vom Chassis-Umbaukit.

Im Faller Chassis-Kit, befindet sich außer dem Akku alles was ein späteres Carsystem benötigt um eigenständig auf Lenkdraht seine runden drehen zu können. Leider habe ich damals kein Bild vom Inhalt gemacht und auch den Umbau als solches, wenig in Bildern dokumentiert. Daher beschreibe ich der Reihe nach meine Erfahrungen und Schritte zum fertigen Modell. Zu aller erst muss entschieden werden wie der Motor eingebaut werden soll. Das Kit erlaubt einen stehenden oder liegenden Einbau. Ich habe mich für den liegenden Einbau entschieden, denn ich möchte später einen freien Blick in den Fahrgastraum erhalten. Dazu wird der Faller-Motor einfach in die Motorhaltung geklebt. Dabei sollte man den Motor aber nicht zu fest in die Halterung drücken, dieses Missgeschick ist mir passiert, weshalb ich das gesamte Kit einschicken musste. Faller hat mir auf Kulanz den Motor aus der Halterung entfernt, so dass ich von neuem beginnen konnte.

Anschließend konnte ich den Motor und die Lenkung mit Doppelseitigem Klebeband auf der Platine zum test fixieren. Sowie Ladebuchse, Wiederstände, Reedkontakt und Ein-Ausschalter auf die Platine löten. Die Anleitung ist dabei sehr hilfreich, die Platine ist sehr gut und übersichtlich angeordnet, so dass diese Schritte jedem leicht von der Hand gehen sollten. 

Für meinen Bus erwies sich im späteren verlauf allerdings das Chassis-Kit als die nicht optimale Wahl, denn ich möchte den Akku unterhalb der Sitze platzieren, den Reedkontakt brauche ich nicht und die Anordnung der Ladebuchse und der Schalter zum ein und ausschalten sind für meinen Fall nicht optimal angeordnet. Denn diese sind auf der Platine genau zwischen Vorderachse und Hinterachse zu finden. Wo später ja der Akku platz finden soll. So entschied ich mich kurzerhand die Platine zu zersägen und Ladebuchse sowie Schalter eigenhändig an anderer Stelle unter zu bringen. 

So sieht das Innenleben nun deutlich anders aus und von der eigentlichen Platine ist nicht mehr viel zu sehen, bzw. verwendet worden.

Als Akku habe ich zwei Enelop AAA Akkus (Akkupack mit Lötfahnen) verbaut, bzw. wurden diese beiden Akkus mit Doppelseitigem-Klebeband auf dem Unterboden fixiert. Da Akkus irgendwann einmal ersetzt werden müssen, sollten diese lieber nicht mit Sekundenkleber verklebt werden.

Von dem Faller Chassis-Kit blieb also lediglich die Motoraufhängung und die Platinen-Befestigung von Faller im hinteren Teil des Busses übrig. 

Hier liegt der Motor gut verklebt und verbunden mit dem Chassis im Bild.

Auch der vordere Teil der Platine konnte gut gebraucht werden. Sowie die Faller-Lenkachse. Diese kommt im übrigen schon fertig montiert im Kit daher.

Auch für die Lenkachse habe ich das vordere Bodenelement vom Rietze-Modell weiterverwendet.

Für den Akku musste ich aus Polystyrol eine neue Bodenplatte sägen, denn  an der original Bodenplatte hatte ich anfangs schon Löcher herausgeschnitten um Reedkontakt, Ladebuchse und Schalter später erreichen bzw. einbauen zu können. Daher war diese für den weiteren Umbau leider unbrauchbar geworden und Rietze verkauft dieses Teil leider nicht einzeln. So musste etwas improvisiert werden. Als Distanzelement zwischen Bodenplatte und Faller-Platine dienen ebenfalls Polystyrol Elemente.

Die beiden original Unterboden-Elemente erweisen sich als sehr hilfreich, denn so kann das Chassis mit dem Gehäuse sicher verbunden werden, bzw. eingeklippst werden.

Ansonsten musste am Modell noch das Innenleben, sprich die Inneneinrichtung bearbeitet werden. 

Dazu hier ein Bild von der hinteren Achsenaufhängung und nicht mehr existierender Ausstiegstreppe.

Störende Elemente der Inneneinrichtung werden kurzerhand einfach mittels Drehmel entfernt.

Hier der vordere Teil in dem nur die Achsenaufhängung entfernt werden musste.

Als Schlussfazit möchte ich sagen, dass das Chassis-Kit eine sehr gute Basis bietet für Anfänger die sich an Ihre ersten Umbauten trauen möchten, aber noch keine großen Erfahrungen damit haben. Sowie an diejenigen, die mit manchen Kompromissen wie zum Beispiel den Akku in den Fahrgastraum zu legen, leben können, oder ein Modell mit mehr Platz für den Umbau haben. Fortgeschrittene benötigen dagegen eigentlich nur die Lenkachse und den Motor als solches. Trotzdem würde ich mir so ein Umbau-Kit noch einmal kaufen, denn die Teile als solches sind von gewohnter guter Faller Qualität!

Als Abschluss noch ein Bild vom fertigen Modell. In baldiger Zeit wird es ein Video mit bewegten Bildern geben.

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